Pech mit dem Frauenarzt
Pech mit dem Frauenarzt / Foto: Shutterstock Lyudvig Aristarhovich

Ich habe mich wirklich auf den Frauenarzt-Termin gefreut, auch wenn er recht früh angesetzt war. Mein Freund begleitete mich. Als wir ankamen, fragte ich die Arzthelferin, ob mein Freund mich zur Untersuchung begleiten darf. Mit dieser Antwort rechnete ich aber nicht! Sie sagte: “Er darf erst ab der 20. Woche mit rein. Vorher möchte das die Ärztin nicht.” Was? Im Wartezimmer musste ich erstmal heulen. Ich weiß nicht mal, ob das die Hormone waren, denn ich fand es einfach nur krass, dass sie entscheiden kann, dass mein Freund die ersten 4,5 Monate Ultraschall verpasst! Als ich die Ärztin noch mal drauf ansprach, woran die Regelung liegt, sagte sie wieder: “Ich möchte das einfach nicht, dass hier einer drin ist ist und mir reinpfuscht”!

Ich konnte es nicht fassen!

Noch dazu untersuchte sie mich nicht, weil sie sagte, man würde eh nichts sehen. Dabei hatte sie am Telefon ja gesagt, dass ich untersucht werde, wenn ich das will. Mir wurde also nur Blut abgenommen, gesagt, was ich nicht essen darf und das wars! Zu Hause angekommen war für mich klar, dass ich den Frauenarzt wechseln muss. Ich möchte meinem Freund nicht zumuten 20 Wochen zu warten, bis er das erste mal beim Ultraschall dabei sein darf. Von einer Freundin erfuhr ich direkt, dass das Wechseln in der Schwangerschaft gar nicht so einfach ist, denn die Krankenkasse zahlt nur einmal die Schwangerschaftspauschale für alle Kosten in einem Quartal. Und da ich Anfang Januar nun diesen Termin hatte, darf ich erst wieder im April wechseln. Äh nein? Ich rief sofort bei meiner Krankenkasse AOK an.

Tränen am Telefon

Dort waren sie zwar nett am Telefon, konnten mir aber nicht helfen. Sie verwiesen mich an die Kassenärztliche Vereinigung, die für die Zahlungen zuständig ist. Auch die konten zwar mein Problem verstehen, wollten bei mir aber keine Ausnahme machen und verboten mir zu wechseln, außer ich würde die Kosten selbst tragen. Meine letzte Hoffnung war nun die Frauenärztin, zu der ich nicht mehr gehen wollte. Ich rief fast heulend an, und fragte, ob sie vielleicht die Pauschale nicht einreichen kann, damit mir das Wechseln möglich ist. Und diesen Gefallen tat sie mir. Das fand ich super nett. Also rief ich nun eine andere Frauenärztin an, die auch näher an meiner Wohnung liegt und sehr gute Google-Bewertungen hat. Drei Tage später hatte ich den ersten Termin! Wie der ablief, lest ihr im nächsten Blog-Post! Bis bald, eure Sarah Kolumna!

1 KOMMENTAR

  1. Wow, das ist schon etwas bedrückend. Ich finde es komisch, dass der Mann die halbe Schwangerschaft nicht sehen kann. Schließlich gehört das Kind auch ihm. Nur weil er Körperlich nicht daran festgebunden ist, sollte sowas überhaupt nicht erlaub sein. Danke für den tollen Blog!

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